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Druckbehälter oder Dosierpumpe?

Ist ein Druckbehälter oder eher die Dosierpumpe geeignet? Diese Frage stellt sich bei der Überlegung zu Linienkombinationen –besonders beim Markieren von Doppellinien.

Angefangen mit der Druckbehälterförderung ist bei dieser Förderweise der Nachteil, dass die Ausflussmenge immer in Abhängigkeit zu der Veränderung des Gesamt-Austrittquerschnittes alles angeschlossenen Applikationsorgane steht.

Wenn sich der Gesamtaustrittquerschnitt also ändert, ändert sich die Gesamtmenge des austretenden Materials immer mit. Nur tut sie dies nicht wie gewünscht.

Dies bedeutet im Detail, das beim Öffnen eines zweiten Applikationsorgans auch die doppelte Materialmenge benötigt wird. Diese stellt sich aber beim Druckbehälter nicht automatisch ein.

Bei einem höheren Durchfluss wächst auch der Widerstand im Leitungssystem bis zur Verzweigung V. Dies kann nur durch eine Luftdruckerhöhung kompensiert werden.

Daraus ergibt sich das Fazit, dass sich die erforderliche doppelte Materialmenge erst bei höherem Behälterdruck einstellt. So ist hier etwa 1 bar mehr Druck erforderlich, sodass die nötigen 4 bar Druck insgesamt die entsprechende Menge ausgeben können.

Um dies tatsächlich umsetzen zu können, müsste beim Öffnen des Spritzbalkens für die zweite Linie also der Behälterluftdruck innerhalb von Millisekunden erhöht, beziehungsweise beim Schließen gesenkt werden. Doch dies ist bei einer normalen Druckbehälterförderung so nicht möglich.

Die Systeme mit der HOFMANN-Dosierpumpe verhalten sich dahingehend grundsätzlich anders:

Der besondere Vorteil ist hier, dass sich die Fördermenge immer proportional zur Drehzahl verhält. Und das sogar unabhängig von Viskosität, also Viskositätsänderungen des Materials, und von Änderungen des Drucks.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine abrupte Verdoppelung der Drehzahl auch eine ebenso abrupte Verdoppelung der Fördermenge mit sich zieht.

Zusammenfassend betrachtet ist der Wirkzusammenhang beim Druckbehälterverfahren also, dass die austretende Materialmenge eine Folge von Luftdruck, Viskosität und Widerständen im System ist.

Der Zusammenhang bei Dosierpumpen ist dahingegen anders: Die drei Merkmale des Druckbehälterverfahrens spielen hier keine Rolle. Hier wird die Materialfördermenge servo-hydraulisch geregelt.

Die Materialfördermenge lässt sich hierdurch innerhalb von Millisekunden auf die benötigte Menge einregeln - verdoppeln und halbieren.

Seit 1976 etwa führt HOFMANN ein eigenes, speziell für hochabrasive Fördermedien entwickeltes Pumpenprinzip. Es ist ein absolut verschleißfreies Balgpumpenprinzip, das mit bis zu 250 Grad heißen Medien eingesetzt werden kann.

Das bedeutet im Detail, dass es keine dem Fördermedium ausgesetzten oder aufeinanderreibenden Teile gibt. Somit ist kein Verschleiß möglich, der den Wirkungsgrad der Pumpe verschlechtern könnte.

Seit 2007 existiert auch ein Folgemodell: Diese Pumpen sind auch für mittelgroße Markiermaschinen und speziell für hochviskose Plastiken ausgelegt.
Das Prinzip der servo-hydraulischen Regelung für hochviskose Plastiken ist seit 2017 verfügbar.

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